Textklau unter Mitbewerbern - Mittendrin: Anstand, Recht und Gerechtigkeit? 


 Ein freundlicher Ex-Kollege hat mich gerade auf eine Diskussion aufmerksam gemacht, die wiederum nur äusserst nachdenklich machen kann: 


Das LG Stuttgart ist - trotz der umfangreichen Rechtsprechung zur "Kleinen Münze" - der Auffassung, es sei zulässig, wenn ein Mitbewerber die Texte aus dem Webshop eines Anbieters quasi 1:1 kopiert und für den eigenen Webshop verwendet. M.E. ist das natürlich auch unter dem Gesichtspunkt des "Ausbeutens fremder Leistung" wettbewerbswidrig.

Schwer zu fassen. Und nebenbei: Wie soll ein Marktteilnehmer da noch an Anstand und kaufmännische Sitten und Gebräuche glauben können? Vom Vertrauen in die Rechtsordnung mal ganz zu schweigen.

Übrigens: Wer mitdiskutieren möchte, kann das gerne tun (hier lang - bitte in die Kommentare posten).



Gepostet am Montag - 04. Juli 2011, 09:28
       
Autor: Henning Wüst
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